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Restaurierung eines Bauernhauses in den Hügeln des Verdicchio 

Staffolo (AN) 2016

Das Anwesen liegt in den Hügeln der Castelli di Jesi, inmitten der Landschaft zwischen den typischen Verdicchio-Weinbergen, in denen Sandstein das Baumaterial schlechthin ist. Es wurde vor 1800 als Wohnsitz für die Patriarchenfamilie des Halbpächters erbaut. Im Laufe der Zeit wurde das Gebäude umgebaut und an die Anforderungen der landwirtschaftlichen Produktion angepasst, wobei verschiedene Erweiterungen vorgenommen wurden, die auch den wachsenden Bedürfnissen der dort lebenden Familien entsprachen.

Mit der Aufgabe der landwirtschaftlichen Flächen und der daraus resultierenden „Urbanisierung“ der Bevölkerung verlor das Haus seine produktiven Funktionen und wurde zu einem Ort der Erholung und des Urlaubs im Sommer, bis es im letzten Jahrzehnt schließlich aufgegeben wurde.

 

Im Jahr 2012 beauftragten die Eigentümer – zwei nordeuropäische Künstler, die nach Jahren in Frankreich entschlossen waren, die Marken zu entdecken – damit, ein typisches, stimmungsvolles Landhaus in ein modernes und funktionales Haus umzugestalten, ohne dabei jedoch seine Geschichte zu verlieren.

 

Bei der Analyse des Anwesens fielen sofort zwei Gebäudeteile ins Auge, die in unterschiedlichen Epochen und mit unterschiedlichen Materialien errichtet worden waren: der bergseitige Teil mit Mauerwerk aus Stein und Ziegeln sowie Holzdecken und der talseitige Teil, der aus einem wesentlich regelmäßigeren Mauerwerk und Decken aus Ziegelbeton bestand.

Daher wurde versucht, jedem der beiden Gebäudeteile eine eigene Rolle zuzuweisen und dabei seine charakteristischen Merkmale hervorzuheben.

 

Die Erhaltung der Gebäudehülle war eine der Prioritäten des Entwurfs, wobei die ursprüngliche Mauerverkleidung aus Naturstein wieder zum Vorschein gebracht wurde.

 

Die Decken mit sichtbaren Balken aus dunkler Eiche wurden mit einem speziellen hellen Kalkanstrich gestrichen, die Fußböden im gesamten ersten Stock wurden mit Terrakottafliesen neu verlegt, während man sich im Wohnbereich im Erdgeschoss für einen Zementboden entschied, der an den Stampfboden des alten Stalls anknüpft.

 

Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Küchen- und Essbereich im Erdgeschoss sowie dem Hauptschlafzimmer im ersten Stock gewidmet.

Die Küche mit Kochinsel wurde maßgefertigt aus Holz gefertigt und besteht aus zwei Bereichen: einem für die Zubereitung der Mahlzeiten und einem für die Reinigung. Alle Einrichtungselemente sind aus Holz, die Arbeitsplatte besteht aus Terrazzo.

 

Vom Schlafzimmer aus, in dem das Bett in der Mitte dieses großzügigen Raums steht, lässt sich das herrliche Panorama bewundern, das von den in das Grün der Weinberge getauchten Hügeln bis zum Blau des Himmels reicht, das mit dem Blau des Meeres verschmilzt. Die Badewanne ist offen einsehbar, während eine etwas abgeschirmte Ecke die Sanitäranlagen beherbergt.

 

 

Die durch die ausgewählten Materialien und Oberflächen wiederhergestellte Harmonie und Ausgewogenheit werden durch das Licht zusätzlich hervorgehoben. Einige kleine Fenster wurden nämlich in Fenstertüren mit einflügeligen, weiß lackierten Holzrahmen umgewandelt, wodurch der Einfall von Tageslicht in die jeweiligen Räume verbessert wurde.

 

Gleichzeitig wurde der Auswahl der Leuchten besondere Aufmerksamkeit gewidmet, wobei man sich für handgefertigte Elemente von Keramikkünstlern entschied.

Das vorrangige Ziel bestand darin, den Innenraum in Kontinuität mit der umgebenden Landschaft zu gestalten.

Im Außenbereich wurde das unerwünschte Grün, das das Gebäude umgab, entfernt; viele Olivenbäume, die den Panoramablick auf die Hügel versperrten, wurden versetzt, sodass entlang der Südostseite Reihen entstanden, und viele Obstbäume wurden zurückgeschnitten.

 

Der Rasen, der das Haus umgibt, reicht bis zum Rand des Pools; dieser ist 3 x 10 m groß und fügt sich sanft in den natürlichen Hang ein, wodurch ein harmonischer Raum entsteht, für den das Gebäude selbst als Kulisse dient.

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