Casa A&D – A.D. MMXVI
Cingoli (MC) 2015

Das Sanierungsprojekt des Bauernhauses, das inmitten der malerischen Hügel der Marken zwischen Cingoli und dem Monte Conero liegt, stellt eine perfekte Verschmelzung von Tradition und Innovation dar. Das junge Paar aus Mailand hat sich für diese naturbelassene Ecke entschieden, um sie in sein Zuhause zu verwandeln, wobei der Schwerpunkt auf einer Umgestaltung liegt, die nicht nur die umgebende Landschaft aufwertet, sondern auch den Prinzipien der Bioarchitektur entspricht.
Der aus mehreren landwirtschaftlichen Gebäuden bestehende Komplex wurde sorgfältig restauriert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf ökologischer Nachhaltigkeit lag. Eines der Hauptgebäude, ursprünglich ein ehemaliger Hühnerstall, wurde umgebaut und erweitert und bildet nun das Wohnherzstück des Anwesens. Dank des „Piano Casa“ der Region Marken konnte eine Erhöhung des Bauvolumens um 20 % realisiert werden; dies erfolgte durch den Abriss und Wiederaufbau des bestehenden, im Laufe der Zeit baufälligen Gebäudes.
Ein wesentlicher Aspekt des Projekts war der Einsatz von Techniken und Materialien aus dem Bereich der Bioarchitektur. Die Wahl natürlicher Materialien wie Holz und Stein ermöglichte es nicht nur, eine starke Verbindung zur lokalen Bautradition aufrechtzuerhalten, sondern auch die Umweltauswirkungen des Vorhabens zu minimieren. Es wurden fortschrittliche Wärmedämmsysteme und energieeffiziente Lösungen eingesetzt, ganz im Sinne des Ziels, ein Gebäude mit hoher Energieeffizienz und geringem Energieverbrauch zu schaffen. Der Einsatz von Solarmodulen zur Stromerzeugung und die Installation einer Regenwassernutzungsanlage sind nur einige Beispiele für die in das Projekt integrierten nachhaltigen Lösungen.
Aus gestalterischer Sicht bestand der Ansatz darin, einen harmonischen Dialog zwischen Architektur und Landschaft herzustellen. Die Innenräume wurden so konzipiert, dass die Sonnenausrichtung optimal genutzt wird, sodass den ganzen Tag über natürliches Licht in die Räume strömen kann. Die großzügigen Fensterfronten wurden strategisch so positioniert, dass sie den Panoramablick auf die Hügel und den Monte Conero einrahmen und so einen fließenden Übergang zwischen Innen und Außen schaffen. Die für die Einrichtung und die Innenausstattung gewählten Materialien greifen die umgebende Natur auf: warme Farbtöne, strukturierte Oberflächen und natürliche Texturen, die an die rustikale Atmosphäre des ursprünglichen Bauernhauses erinnern, das hier in moderner Form neu interpretiert wurde.
Die Beziehung zur Landschaft war ein zentraler Punkt des Projekts. Das Haus scheint mit der Umgebung zu „kommunizieren“ und respektiert dabei deren Formen und natürliche Merkmale. Der mit einheimischen Pflanzen gestaltete Garten spiegelt den Wunsch wider, sich in den natürlichen Kontext zu integrieren und die visuelle Beeinträchtigung auf ein Minimum zu reduzieren. Es wurden einladende Außenbereiche wie Pergolen und Terrassen geschaffen, die es ermöglichen, die Ruhe des Ortes und die spektakulären Panoramablicke in vollen Zügen zu genießen.
Dieses Projekt ist somit ein Beispiel dafür, wie die Sanierung traditioneller Gebäude mit den Prinzipien der Bioarchitektur, des zeitgenössischen Designs und des Respekts vor der Landschaft verbunden werden kann, und bietet eine Residenz, die nicht nur den höchsten Standards an Komfort und Nachhaltigkeit entspricht, sondern auch die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur zum Ausdruck bringt.


















